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Gedanken zur Liebe

Liebe ist immer da – wie können wir sie wieder befreien?

Oft sind wir vergeblich auf der Suche nach der Liebe und dann haben wir das Gefühl, dass sie für uns unerreichbar ist. Die Wahrheit jedoch ist, dass Liebe immer da ist und dass wir sie gar nicht suchen müssen, denn sie ist bereits IN uns. Wir SIND Liebe. Wir kommen aus der Liebe und wir bleiben ewig in der Liebe. Die Liebe verlässt uns nie, höchstens vergraben wir sie tief in uns. Denn die Liebe lebt in unserem Herzen und sie ist nicht abhängig davon, was im Außen ist. Sie ist nicht an Bedingungen gebunden, weder an andere Menschen noch an Gegenstände, Tiere oder Tätigkeiten. Wohl aber fühlen wir sie im Umgang mit anderen Menschen, in liebevollen Begegnungen und Handlungen. Denn diese spiegeln unsere eigene Liebe.

Doch wie finden wir sie nun wieder, die, die immer schon da war, die Liebe? Oder besser gesagt, wie befreien wir sie? Dazu müssen wir uns auf die Suche machen nach den Verletzungen, die uns vermeintlich von anderen zugefügt wurden und die dazu geführt haben, dass wir unser Herz verschlossen haben. Aus unzähligen Begebenheiten, die uns im Laufe unseres Lebens traurig gemacht haben, haben wir eine Mauer um uns herum gebaut, um unsere Verletzlichkeit zu verbergen. Und so blicken wir auch auf uns selbst nicht mehr in der reinen Art wie wir uns am Anfang unseres Lebens empfunden haben: als perfekte Ebenbilder Gottes, ohne Fehler, ohne Schuld. Der Blick in den Spiegel zeigt uns ein Zerrbild unserer Selbst, aber nicht, weil wir in Wirklichkeit so sind, sondern weil der Spiegel im Lauf der Jahre so verschmutzt ist, Sprünge bekommen hat, einfach nicht gepflegt wurde. Wir haben geglaubt, was andere (über uns) gesagt haben oder besser gesagt: wir haben interpretiert, was wir gehört und erlebt haben.

Manchmal haben wir Lügen für wahr genommen. Manchmal wurde uns wirklich Unrecht getan. Und doch ist es unsere Entscheidung, wie wir darauf reagieren: Vergelten wir Unrecht mit Ablehnung und Hass und mehren so, was uns selbst verletzt hat? Dann vermehren wir den Hass auf der Welt. – Lernen wir statt dessen zu verzeihen, dann bauen wir die Mauer ab, die unser Herz umgibt und Liebe kann wieder frei fließen. Dass uns Leid geschieht, können wir oft nicht verhindern – wie wir darauf reagieren, aber schon.

Um Liebe wieder fließen zu lassen sollten wir den Putzlappen nehmen und Schicht für Schicht abtragen von dem Dreck, der unseren Spiegel eingetrübt hat. Und wenn die Mauer, die wir um unser Herz gebaut haben, noch so hoch ist, werden wir dahinter doch die Liebe wieder finden. Und wir werden gerührt sein, wenn wir erkennen, wer wir wirklich sind.

Liebe wieder fühlen kannst du, indem du:

  • Anderen deine Gefühle zeigst und keine Angst vor Verletzungen hast.
    Wir scheuen uns oft davor, aus unserem Herzen heraus zu sprechen oder zu agieren. Doch die ungeschminkte Wahrheit hat eine immense Kraft. Das Wort, das aus dem Herzen kommt, erreicht direkt die Herzen anderer. Hab keine Angst davor, authentisch zu sein. Hab keine Angst davor, verletzlich zu sein. Tust du es nicht, hältst du andere immer auf Distanz. Steh für dich ein und lerne, selbst dein bester Freund zu sein. Wenn dich jemand verletzt, dann setze dich mit deinen Gefühlen auseinander. Dränge sie nicht weg. Nimm sie wahr. Sie werden dich nicht umbringen. Aber sie bleiben bei dir, solange du sie nicht annimmst und ganz fühlst. Erst nachdem du das getan hast, ist wieder Platz für die Wahrheit: die Wahrheit, dass du perfekt bist. Dass niemand dich verletzen kann. – Tue alles, um dir selbst der Freund zu sein, der dir diese Wahrheit immer wieder bestätigt. Eine hilfreiche Methode dazu ist die Arbeit mit dem Inneren Kind. Dazu gibt es zahlreiche Literatur, Kurse oder das Angebot auf meiner Seite.

  • Alte Verletzungen heilst
    Was früher geschehen ist, wirkt noch immer auf dein Selbstbild und deine Selbstliebe. Sprich darüber, wenn du dich daran erinnerst. Sprich alles aus, was dich belastet, auch wenn du dies allein für dich tust, mit deinem besten Freund oder einem Therapeuten. Oder schreib es auf. Tröste dich selbst. Kreiere dir eine neue Geschichte, in der die Dinge zu deinem Besten laufen.

  • Mitgefühl hast
    Nimm Anteil an dem, was andere bewegt. Hab Mitgefühl und versuche dir vorzustellen, du wärst in der Position des anderen, der in die Enge getrieben wird, der leidet, der verfolgt wird. Hab Mitgefühl, aber vermehre nicht sein Leid oder seine negativen Gefühle, indem du mitleidest. Wenn du wirklich nichts anderes tun kannst, dann sende dem anderen einfach dein Mitgefühl, deine Liebe, schenke ihm tröstende Worte und bete für ihn. Damit tust du sehr viel!

  • Dir selbst und anderen verzeihst
    Die Kraft der Vergebung ist eine der Stärksten im Universum und sie setzt enorm viel Liebe frei, wenn wir sie von Herzen praktizieren. Das hawaiianische Verzeihensritual Ho´Oponopono ist dazu bestens geeignet. Hier findest du eine Anleitung dazu.

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